Ihr Themavom 12.11 – 12.05.2017

Obama auf Abschiedstour in Europa

nachrichten.de (dpa) | 15.11.2016 | 19:01

Der scheidende US-Präsident Barack Obama hat sich in Athen für eine Reduzierung der griechischen Schuldenlast ausgesprochen. Es sei ein guter Zeitpunkt für einen derartigen Schritt, die griechische Wirtschaft beginne wieder langsam zu wachsen, sagte Obama. Er bekräftigt auch die Verbundenheit mit Europa und die Kontinuität durch die Nato. Von einer Schuldenerleichterung für Griechenland könnten letztlich alle Beteiligten profitieren, sagte Obama am Dienstag im Gespräch mit dem griechischen Staatspräsidenten Prokopis Pavlopoulos. «Wir glauben, dass ein starkes, vereintes und wohlhabendes Europa nicht nur gut für die Europäer, sondern auch für die Welt und die USA ist», sagte Obama. Über den griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras äußerte er sich anschließend anerkennend - dieser setze harte, notwendige Reformen um. Nun brauche Griechenland jedoch Luft zum Atmen und Investitionen, um den «konkreten, verheerenden Auswirkungen der Krise für das Volk» entgegentreten zu können. Auf die Frage, ob er womöglich selbst mit daran schuld sei, dass die Amerikaner Donald Trump gewählt hätten, blieb Obama gelassen, äußerte sich jedoch negativ über die im Wahlkampf vorherrschende Rhetorik der Republikaner und des Kandidaten. «Ich fühle mich nicht verantwortlich dafür, was Donald Trump sagt oder tut», ergänzte er. Außerdem stehe sein Land «unbestritten besser da» als bei seinem Amtsantritt vor acht Jahren. Womöglich hätten die Menschen jedoch etwas «bewegen» wollen, immerhin sei er lange im Amt gewesen, so Obama. Nun sei es sein Interesse, einen fließenden Übergang zu ermöglichen. Für gute Verbindungen nach Europa steht in seinen Augen in jedem Fall die Nato ein. «Sie ist der Grundpfeiler unserer gemeinsamen Sicherheit und sorgt für Kontinuität selbst wenn wir in den USA den Übergang zu einer republikanischen Regierung erleben.» Am Mittwoch wollte der US-Präsident in der «Geburtsstadt der Demokratie» eine Rede halten, die viele Beobachter schon vorher als sein «Vermächtnis» werteten. Sofern Zeit bleibe, plane er auch einen Besuch der Akropolis, sagte er vor Journalisten. Den Griechen habe die heutige Welt viel zu verdanken, neben der Demokratie die Philosophie und viele grundsätzliche Gedanken, die auch maßgeblich die heutigen Vereinigten Staaten geprägt hätten, sagte Obama. In Athen herrschte am Dienstag wegen der hohen Sicherheitsmaßnahmen Ausnahmezustand. Zufahrtsstraßen vom Flughafen in Richtung Innenstadt waren gesperrt, auch im Stadtzentrum wurde der Verkehr für den Präsidententross umgeleitet. Demonstrationen an zentralen Orten wie dem Syntagma-Platz vor dem griechischen Parlament wurden verboten. Verschiedene Gewerkschaften riefen dennoch zu Protesten in unmittelbarer Nähe auf. Etwa 5000 Menschen demonstrierten am Abend gegen die «imperialistische Politik der USA». Insgesamt waren für die Sicherheit des Präsidenten mehr als 5000 Polizisten, darunter auch Scharfschützen und die griechische Bereitschaftspolizei im Einsatz. Hinzu kamen rund 500 amerikanische Sicherheitskräfte.

Artikel über die Zeit
Weitere Artikel zu diesem Thema

Für Fürstners Stiftung : Uwe und Ina radeln quer durch Deutschland

➚ berliner-kurier.de | 12.05.2017 | 22:08
Berlin - Stephan Fürstner würde nicht quer durch Deutschland mit dem Rad fahren. „Für solche Touren bevorzuge ich das Auto“, lacht er. Umso größer ist sein Respekt vor dem, was Uwe und Ina gerade für ...


Obama will aufs Oktoberfest

➚ berliner-zeitung.de | 17.11.2016 | 19:49
Berlin - Das Weißbier in den bayerischen Bergen im vergangenen Jahr scheint Wirkung gezeigt zu haben: US-Präsident Barack Obama will als Privatmann zum Oktoberfest nach München kommen. „Irgendwie ...


Obama will aufs Oktoberfest

➚ nachrichten.de | 17.11.2016 | 19:40
Das Weißbier in den bayerischen Bergen im vergangenen Jahr scheint Wirkung gezeigt zu haben: US-Präsident Barack Obama will als Privatmann zum Oktoberfest nach München kommen. «Irgendwie habe ich das bisher verpasst», sagte er bei seinem Besuch in Berlin. «Aber es ist vielleicht besser, wenn ich es als Ex-Präsident tue - da habe ich mehr Spaß», sagte Obama augenzwinkernd. Der US-Präsident hatte im Sommer 2015 am Rande des G7-Gipfels auf Schloss Elmau bereits Berührung mit zünftiger bayerischer Kultur gemacht.


Was ist Demokratie?

➚ stuttgarter-zeitung.de | 17.11.2016 | 18:28
Der US-Präsident Barack Obama hat eine Rede über die Vorteile der Staatsform gehalten.


Für Obamas Schutz 2400 Polizisten gleichzeitig im Einsatz

➚ rundschau-online.de | 17.11.2016 | 12:04
Berlin - Rund 2400 Polizisten sind zum Schutz von US-Präsident Barack Obama und für Absperrungen in Berlin gleichzeitig im Einsatz. Noch bis zur Abreise Obamas morgen Mittag würden diese ...


Obama ehrt Abdul-Jabbar und Jordan mit Freiheitsmedaille

➚ rp-online.de | 16.11.2016 | 21:44
Die Basketball-Legenden Michael Jordan (53) und Kareem Abdul-Jabbar (69) werden vom scheidenden US-Präsidenten Barack Obama mit der Freiheitsmedaille des Präsidenten ausgezeichnet.


Vermächtnisrede : Obama ruft Europäer zu Einigkeit auf

➚ berliner-zeitung.de | 16.11.2016 | 19:53
Athen/Berlin - Barack Obama hat bei seiner letzten Rede in Europa als US-Präsident eine Demokratie ohne Abstriche beschworen. Dies gelte besonders dann, wenn Wahlergebnisse nicht so ausfallen, wie ...


US-Präsident in Berlin: Sie kennen und schätzen sich: Nun verliert Merkel ihren wichtigsten

➚ focus.de | 16.11.2016 | 18:59
Merkel ließ Obama nicht am Brandenburger Tor reden. Die NSA hörte das Handy der Kanzlerin ab. Die Beziehungen zwischen deutscher Regierungschefin und US-Präsident waren nicht konfliktfrei. Und doch ...

Zu Seite: