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Nach Bus-Anschlag: BVB begrüßt Ermittlungserfolge

nachrichten.de (dpa) | 21.04.2017 | 13:52

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hofft nach der Festnahme eines Tatverdächtigen im Fall des Anschlags auf den Mannschaftsbus auf schnelle Aufklärung. «Die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft, des Bundeskriminalamts und der nordrhein-westfälischen Polizei wurden sehr intensiv und mit Hochdruck geführt. Dafür bedanken wir uns in aller Form und hoffen, dass in dem Tatverdächtigen nun der Verantwortliche für den niederträchtigen Anschlag auf unsere Spieler und Staff-Mitglieder gefasst werden konnte», werden Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Präsident Reinhard Rauball in einer BVB-Mitteilung zitiert. Nach dem Sprengstoffanschlag auf den BVB-Bus hat die Polizei am Morgen einen Verdächtigen festgenommen. Als Hintergrund gibt die Bundesanwaltschaft nach dem Stand der Ermittlungen Aktienspekulation an und nicht Terrorismus. Der 28-Jährige hatte spekuliert, dass der Anschlag ein Kursverlust der Borussia-Dortmund-Aktie zur Folge gehabt hätte. Darauf hatte er durch den Kauf von Optionsscheinen gesetzt. Ein hoher finanzieller Gewinn für ihn war das Ziel. Watzke brachte sein Befremden über das mögliche Tatmotiv zum Ausdruck. «Dass man offensichtlich versucht hat, durch den Anschlag Kurs-Gewinne zu realisieren - das ist natürlich Wahnsinn», sagte er der «Bild». Es sei für den Verein und «speziell für die Mannschaft sehr, sehr wichtig», wenn «alle Hintergründe restlos aufgeklärt» würden. «Wir werden jetzt im Rahmen unserer Möglichkeiten die Sicherheitsvorkehrungen noch mal dramatisch nach oben schrauben», fügte er an. Ähnlich wie die Führungskräfte reagierten die Profis mit Erleichterung auf die Nachrichten von ersten Ermittlungserfolgen. «Für alle, die im Bus saßen, wären diese Informationen wichtig, denn sie würden den Verarbeitungsprozess deutlich erleichtern», sagte BVB-Kapitän Marcel Schmelzer. Der Verein bedankte sich bei all «den unzähligen Menschen, die uns in den vergangenen zehn Tagen durch Worte und Taten unterstützt haben». «Der überwältigende Zuspruch hat uns viel Kraft gegeben», sagte Watzke. Kurz nach der Abfahrt der Mannschaft vom Hotel zum Champions-League-Spiel gegen AS Monaco am 11. April in Dortmund hatte es drei Detonationen neben dem Teambus gegeben. Dabei waren Profi Marc Bartra und ein Polizist verletzt worden. Die Partie wurde deshalb um einen Tag verschoben. Bayern-Trainer Carlo Ancelotti drückte nach Bekanntwerden von Hintergründen zum Anschlag auf den BVB-Mannschaftsbus noch einmal sein Mitgefühl aus. Er wisse nicht so richtig, wie er darauf reagieren solle, sagte der Trainer des deutschen Fußball-Meisters am Freitag in München. «Leider gibt es verrückte Menschen. Es ist schwer, solche verrückten Menschen zu verstehen. Dortmund musste einen sehr traurigen Moment durchleben.» Er hoffe, dass so etwas nie wieder im Sport vorkomme. Gerade der Sport solle den Menschen Freude bereiten, sagte der Italiener.

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