Deutsch-französische Erklärung: Merkel wirbt um Vertrauen der Märkte

Vor 292 Tagen  FOCUS Online

Die Finanzmärkte warten auf ein Zeichen der Politik – Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Sarkozy bekräftigen zumindest die Beschlüsse des Euro-Gipfels vom Juli. Eine zentrale Rolle spielt der Euro-Rettungsschirm.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy legten ein deutsch-französisches Kommuniqué zur aktuellen Lage in der Euro-Zone vor. Darin bekräftigen beide ihr Engagement, die von den Staats- und Regierungschefs des Euro-Währungsgebiets und den EU-Institutionen „am 21. Juli 2011 gefassten Beschlüsse vollständig umzusetzen“, wie der stellvertretende Regierungssprecher Christoph Steegmans am Sonntagabend in Berlin mitteilte.

Merkel und Sarkozy begrüßten die jüngst von Italien und Spanien angekündigten Maßnahmen zur schnelleren Haushaltskonsolidierung und zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit. Eine „vollständige und zügige Umsetzung der angekündigten Maßnahmen“ sei für die Wiederherstellung des Vertrauens der Märkte maßgeblich.

EFSF soll Staats-Anleihen kaufen

Der Euro-Rettungsschirms EFSF solle Anleihen angeschlagener Staaten auf dem Sekundärmarkt kaufen, teilten die beiden Regierungschefs mit. Die Euro-Zone will Anleihehaltern mit der Bereitschaft zu Bond-Käufen signalisieren, dass ihre Investitionen von der Währungsgemeinschaft abgesichert werden. Die Europäische Zentralbank EZB will nach Angaben aus Bankkreisen am Sonntagabend über die aktuelle Lage telefonieren.