Der scheidende Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper, Kent Nagano, hat Gerüchte über einen Wechsel an die Hamburgische Staatsoper zurückgewiesen.
„Momentan beschränken sich meine Pläne darauf, der Einladung des Orchestre Symphonique de Montréal, dem ich mich sehr verbunden fühle, zu folgen und meinen Vertrag mit dem Orchester über die Saison 13/14 hinaus zu verlängern“, ließ er über seine Agentur mitteilen. Er wolle sich auf die „sehr fruchtbare Zusammenarbeit“ mit der Bayerischen Staatsoper und auf weitere besondere Projekte konzentrieren. „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt es keinerlei weitere Pläne.“
Der „Münchner Merkur“ berichtet in seiner Freitagsausgabe, der 60-jährige Nagano sei „heißer Kandidat“ für den Posten als musikalischer Chef der Staatsoper in Hamburg. Über seine Verpflichtung würden offenbar Verhandlungen geführt, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Opernkreise in Hamburg und München. Nagano würde dann Nachfolger von Simone Young, die 2015 die Hamburgische Staatsoper verlässt. Eine Sprecherin der Staatsoper konnte zu dem Bericht nichts sagen. Nagano, Kalifornier mit japanischen Wurzeln, kam 2006 als Nachfolger von Zubin Mehta an die Bayerische Staatsoper, die er nach der laufenden Spielzeit verlässt. Sein Nachfolger als Generalmusikdirektor wird der Russe Kirill Petrenko, der als absoluter Wunschkandidat von Intendant Nikolaus Bachler gilt. Am Pfingstsonntag steht Nagano bei der Premiere von „Siegfried“, dem dritten Teil von Richard Wagners „Ring des Nibelungen“, in München am Pult. dpa