Ratgeber Kind: Schulweg rechtzeitig üben

Vor 32 Tagen  nachrichten.de

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Mit den Vorbereitungen auf den ersten Schultag sollten Eltern von Erstklässlern bereits jetzt beginnen. Auch wenn vielerorts in Deutschland Ferien sind, ist nun der richtige Zeitpunkt, den Schulweg zu üben und den Kleinen einige Regeln zu vermitteln. Denn unterwegs lauern viele Gefahren, die durch das Training gebannt werden können. Zudem lernen Kinder durch die Bewältigung des Schulweges Eigenständigkeit, was zu einem gesunden Selbstbewusstsein beiträgt.

Die "Probeläufe" finden am besten zu den Tageszeiten statt, zu denen später tatsächlich der Schulweg absolviert werden muss. Wichtig ist es, den Nachwuchs darauf hinzuweisen, dass der kürzeste nicht unbedingt der sicherste Weg ist. Für das Überqueren der Straße ist eine Ampel zu wählen, auch wenn dies einen Umweg bedeutet. Besondere Aufmerksamkeit sollten die Sprösslinge auch hier den Fahrzeugen widmen: Obwohl die Ampel grün leuchtet, haben die Fußgänger zu warten, bis tatsächlich alle Autos stehen. Größte Vorsicht ist zudem an Zebrastreifen sowie bei abbiegenden Fahrzeugen geboten, worüber Eltern ihre Kinder aufklären sollten. Parkende Pkw oder Müllcontainer können den Autofahrern die Sicht versperren, deshalb darf nur an übersichtlichen Stellen die Straße überquert werden. Um Verspätungen zu vermeiden, ist von den Eltern stets genügend Zeit einzuplanen - ansonsten entscheiden sich die "i-Dötzchen" möglicherweise für die gefährlichen Abkürzungen, nur um pünktlich zur Schule zu kommen.

Wird der Schulweg mit dem Fahrrad zurückgelegt, ist dies vor dem neuen Schuljahr ebenfalls mehrmals zu üben. An Fußgängerüberwegen ist abzusteigen und der Drahtesel hinüber zu schieben. Ein Helm sowie ein verkehrssicheres Rad gehören unbedingt zur Pflichtausstattung. Sind die Sprösslinge noch unsicher auf ihrem Zweirad, sollte ein anderes Verkehrsmittel zur Schule genommen werden.

Doch auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Schulbus muss der richtige Umgang geprobt werden. Gefahren lauern hier vor allem beim Ein- und Aussteigen. Es gilt die Regel: Erst dann die Straße überqueren, wenn kein Fahrzeug mehr kommt. Nach dem Verlassen des Busses ist zu warten, bis dieser abgefahren ist. Bringen die Eltern ihren Nachwuchs mit dem Pkw zur Schule, müssen Kinder bis zwölf Jahre oder bis zu einer Größe von 1,50 Meter einen Kindersitz benutzen.

Eltern sollten beim Üben des Schulwegs immer bedenken, dass gerade kleinere Kinder eine eingeschränkte Wahrnehmung besitzen. Situationen und Reize der Umgebung wirken auf sie anders als auf Erwachsene. Bis zum Alter von sieben oder acht Jahren ist es den Heranwachsenden nicht möglich, vorausschauend zu handeln. Zudem glauben sie häufig, dass ihr Blickfeld dem des Autofahrers entspricht. Daher ist es wichtig, die Kleinen auf die Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam zu machen und ihnen die Sicht der motorisierten Verkehrsteilnehmer zu erklären.

glp