Grüner Star: Mit Vorsorgeuntersuchung vor Erblindung schützen

Vor 177 Tagen  nachrichten.de

Der Grüne Star, auch als Glaukom bezeichnet, muss nicht zur Erblindung führen, sofern er früh erkannt wird. Deshalb rufen Experten nun anlässlich des Weltglaukomtags am 12. März zur regelmäßigen Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen auf.Unter dem Namen Glaukom fassen Ärzte eine Gruppe von Augenerkrankungen zusammen. In den meisten Fällen ist ein individuell erhöhter Augeninnendruck für das Auftreten der Krankheit verantwortlich. Durch diesen hohen Druck werden die Nervenfasern geschädigt und zusätzlich sind meist Durchblutungsstörungen im Sehnerv die Folge. Wird dieser nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, sterben die Nervenzellen ab. Hierdurch kommt es zu einem sich steigernden Verlust der Sehfähigkeit bis hin zur Erblindung. Risikofaktoren für ein Glaukom sind genetische Faktoren, Kurzsichtigkeit, eine zu dünne Hornhautdicke, Rauchen und allgemeine Gefäßerkrankungen. Außerdem erhöht sich die Gefahr einer Erkrankung ab dem 40. Lebensjahr."Die meisten Betroffenen wissen nicht, dass sie an einem Glaukom leiden, denn die Erkrankung schreitet langsam und meist unbemerkt voran", erklärt Professor Carl Erb, Chefarzt der Augenklinik der Schlosspark-Klinik Berlin. "Typisches Anzeichen sind Ausfälle im Randbereich des Gesichtsfelds. Die Patienten nehmen diese Veränderungen häufig erst in einem späten Stadium wahr", so der Experte. Eine Früherkennung ist jedoch wichtig, denn bei rechtzeitiger Entdeckung lässt sich ein Glaukom mit modernen Medikamenten und operativen Verfahren meist gut behandeln.Menschen ab 40 sollten alle zwei Jahre eine Vorsorgeuntersuchung beim Augenarzt durchführen lassen, ab dem 60. Lebensjahr ist eine jährliche Untersuchung ratsam. Der Arzt misst zunächst den Augeninnendruck und untersucht den Sehnervenkopf. Liegt der Verdacht eines Glaukoms nahe, wird anschließend das Gesichtsfeld vermessen, um den Grad der Einschränkung zu ermitteln.

glp