Sünden beim Online-Shopping: Wie Kunden verprellt werden

Vor 1002 Tagen  nachrichten.de

Im Laden freuen wir uns über die freundlich lächelnde Verkäuferin an der Kasse. Nicht jeder Online-Shop lächelt den Einkäufer ähnlich freundlich an. Ein US-amerikanischer eCommerce-Blog hat nun die größten Sünden beim Online-Shopping identifiziert, mit denen Kunden verprellt werden.

Für viele Bestellungen müssen sich Computernutzer zunächst beim jeweiligen Shop anmelden. Ein Nutzerkonto oder erzwungener Log-In schrecken laut dem deutschen Open-Source-Dienst http://t3n.de jedoch ab, denn meistens sind sie mit zusätzlichen Fragen beispielsweise nach Alter oder Haushaltseinkommen verbunden. Diese Daten können in den falschen Händen jedoch leicht missbraucht werden.

Mit so genannten "Cookies" werden die persönlichen Daten gespeichert. Ein noch nicht abgeschlossener Kauf lässt sich damit fortsetzen, ohne dass die bereits in den Warenkorb gelegten Güter gelöscht werden. Gleichzeitig geben die Cookies jedoch auch Auskunft über das Verhalten im Internet und die persönlichen Interessen. Durch eine Sammlung dieser Informationen können daher auf die Person zugeschnittene Empfehlungen und Werbe-Anzeigen geschaltet werden. Das Verwenden von Cookies hat somit sowohl Vor- als auch Nachteile und kann je nach Ansichtssache als kundenfreundlich beziehungsweise -feindlich ausgelegt werden. Die Nachteile kann der Kunde allerdings selbst minimieren, indem er die Cookies über die Einstellungen blockiert.

Ärgerlich sind außerdem versteckte Versandkosten. Wird mit einer "Lieferung frei Haus" geworben, muss der Nutzer direkt auf die jeweiligen Konditionen hingewiesen werden. Ansonsten machen sich die Anbieter mitunter auch des unlauteren Wettbewerbs schuldig. Darüber hinaus muss eine Kontaktadresse angegeben sein, die für Rückfragen zur Bestellung genutzt werden kann.

Unklare Fehlermeldungen sind ebenfalls ein Unsicherheitsfaktor: Wenn die persönlichen Kontendaten eingegeben werden und dann beim Abschicken eine Fehler-Nachricht kommt, bangen die Kunden um ihr Geld. Eine kleine Notiz am Seitenende, dass die Bestellung möglicherweise trotzdem abgeschickt worden ist, wird meist übersehen. Deshalb wird die Ware erneut bestellt. Die Folge: Sie wird gleich mehrfach geschickt und auch abgerechnet.

Beim Online-Kauf können Kunden bewusst oder unbewusst geärgert werden. Die Verkäufer haben zahlreiche Möglichkeiten, die virtuelle Shopping-Tour zu erschweren. Transparente und kundenfreundliche Prozesse hingegen sind eine gute Werbung.

glp