Berlin (dpa) - Hacker können auch anders: 70 Entwickler, Designer und andere IT-Experten sind zu einem zweitägigen Hacker-Wettbewerb zusammengekommen, um Software für einen guten Zweck zu programmieren.
Die Veranstaltung in Berlin ist Teil einer internationalen Initiative mit dem Titel «Random Hacks of Kindness» (Programmieren für die Menschlichkeit). Weltweit kamen Hacker unter anderem in Basel, Aarhus, Trento, Nairobi, Melbourne, Sao Paulo, Seattle und Toronto zusammen.
Die Teilnehmer in Berlin machten sich am Samstag unter anderem an die Aufgabe, auf Wunsch der Senatsverwaltung für Inneres eine Handy-App zu entwickeln, mit der im Notfall Mitarbeiter automatisch alarmiert werden können. Eine andere Aufgabe bestand darin, eine Lösung zu entwickeln, um bei Störungen im öffentlichen Nahverkehr verloren gegangene Kinder oder hilfsbedürftige Menschen wiederzufinden. Eine im vergangenen Jahr für die Hilfsorganisation Caritas entwickelte Anwendung für eine interaktive Karte in Krisen wurde bei der Tsunami-Katastrophe in Japan eingesetzt.
Der RHOK-Wettbewerb bringe das kreative Potenzial von Hackern zum Ausdruck, sagte Mitveranstalterin Anke Domscheit-Berg der Nachrichtenagentur dpa. «Hacken bedeutet, innovative, besonders intelligente Lösungen für besonders komplexe Probleme zu finden», sagte Domscheit-Berg. «Darunter verstehen manche, Sony zu hacken. Aber die meisten verstehen das anders.»